Donnerstag, 8. September 2011

Das Saft-Goldbären-Komplott


Vor einer halben Stunde habe ich mir die letzte Hand Haribo-Saft-Goldbären in den Mund geschüttet, da lag ich bereits etwa 20 Minuten in der Badewanne. Weitere 20 Minuten später wurde mir schlecht. Nun, eine weitere Viertelstunde später registriere ich, wie die Gummibärchen in meinem Magen geradewegs in einem Moor aus Trueffel-Pâté und Meersalz-Butter ertrinken und dabei nicht einmal traurig schauen, sie gehen wenigstens bornierter zu Grunde als die meisten ihrer fahlen 87Cent-Regal-Freunde, sie sind sozusagen die Avantgarde dieser Suizid-Truppe. Nur ein Gedanke beschäftigt mich jetzt noch wirklich: Was wäre wenn jemand so dreist wäre und genau jetzt, in diesem Moment seine 87Cent-22prozent-Fruchtsaftanteil-Haribo-Saft-Goldbären in Champagner zu ertrinken wagen würde, möglichst noch in einer Menge, die anteilig gerechnet den Preis des 13 Euro Pâtés übersteigt. Ein unerträglicher Gedanke, weswegen ich unverzüglich eine Flasche Roederer kalt stelle und einen Eiskübel vorbereite - solange diese Deserteure noch in meinem Bauch sind muss ich sie mit einem Tsunami aus Blasen ertränken, bevor es dieser andere Mistkerl tut.

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